Nachhaltigkeit

Holzbaum oder echte Tanne? Ein ehrlicher Vergleich

Holzbaum oder echte Tanne? Ein ehrlicher Vergleich - Baumkrone

Jedes Jahr im November die gleiche Frage: wieder eine frische Tanne kaufen und nach kurzer Zeit wegschmeißen, oder besser gleich eine wiederverwendbare Alternative? Wir verkaufen den wiederverwendbaren Holzbaum, unsere Position ist also nicht neutral. Trotzdem lohnt sich der ehrliche Vergleich, mit den Punkten, die im Alltag wirklich zählen, und ohne die Schwächen der eigenen Lösung zu verschweigen.

Was passiert, bevor der Baum im Wohnzimmer steht

Eine Tanne bindet CO₂, während sie wächst, und sie verrottet später wieder. Beides spricht für sie. Nur wächst sie meist auf einer Plantage, eigens für den Verkauf angebaut und oft gedüngt und häufig mit Pestiziden behandelt, je nach Sorte acht bis zwölf Jahre lang. Danach steht sie zwei bis drei Wochen im Wohnzimmer und wird entsorgt.

Ein Weihnachtsbaum aus Holz wird einmal gefertigt und dann jedes Jahr wieder aufgestellt. Kein neuer Anbau, kein Transport im Dezember, keine Entsorgung im Januar. Der Vergleich heißt damit weniger Baum gegen Baum, sondern einmalige Fertigung gegen jährlichen Nachschub.

🌲 Woher unser Holz kommt
Womit wir arbeiten und wie wir in der Werkstatt in Nieder-Olm produzieren, steht auf unserer Infoseite.

Was es über fünf Jahre kostet

Eine Tanne kostet je nach Größe, Sorte und Region grob 30 bis 60 Euro. Jedes Jahr aufs Neue. Nach fünf Saisons liegst du bei 150 bis 300 Euro, ohne dass etwas davon übrig wäre. Der Holzbaum ist eine einmalige Anschaffung, und ab der zweiten oder dritten Saison arbeitet die Rechnung für ihn. Die kleine Variante startet bei 149 Euro, die mittlere bei 229 Euro, die große bei 259 Euro, die aktuellen Preise und laufende Aktionen stehen auf der Produktseite.

Was er an Zeit kostet

Bei der Tanne: besorgen, transportieren, ins Wasser stellen, gießen, fegen, nach den Feiertagen wieder rausschaffen und entsorgen. Beim Holzbaum: aufstellen, schmücken, nach der Saison platzsparend verstauen. Kein Gießen, keine Nadeln, kein Termin beim Wertstoffhof. Der Aufbau dauert, je nach Übung im Umgang mit dem Akkuschrauber, meist nur wenige Minuten. Verstaut wird er genauso einfach: flach an die Wand gelehnt, ganz ohne Karton oder Netz.

Baumkrone Holzweihnachtsbaum flach an der Wand verstaut, Platzersparnis im Vergleich zur Tanne

Wo der Holzbaum gewinnt

Zählt man zusammen, was oben steht, ist die Bilanz eindeutig: kein jährlicher Neukauf, keine 150 bis 300 Euro über fünf Jahre, kein Gießen und Entsorgen im Januar. Einmal gefertigt, dann Saison für Saison wieder aufgestellt – der Unterschied zwischen einmaliger Fertigung und jährlichem Nachschub zahlt sich mit jedem weiteren Jahr stärker aus. Es ist der Baum, der bleibt, nicht für eine Saison, sondern für viele, viele Jahre. 62 Kundinnen und Kunden haben unseren Baum bisher bewertet, im Schnitt mit 4,9 von 5 Sternen, und wir waren mit der Idee sogar in der SWR Landesschau zu Gast.

Wo die Tanne gewinnt

Beim Duft. Den bekommt kein Holzbaum hin, und wer damit aufgewachsen ist, wird ihn vermissen. Dazu kommt das Ritual: losziehen, aussuchen, das Gefühl von echt. Und wer beim Forstbetrieb um die Ecke kauft statt im Baumarkt oder Supermarkt, hält regionale Strukturen am Leben.

Das sind gute Gründe. Wir wollen sie niemandem ausreden, sondern nur die Punkte nebeneinanderlegen.

Kriterium Echte Tanne Baum aus Holz
Wiederverwendbar Nein, jedes Jahr neu Ja, über viele Jahre
Kosten über 5 Jahre ca. 150 bis 300 € einmalige Anschaffung
Aufwand pro Saison Gießen, fegen, entsorgen Aufstellen, verstauen
Duft und Tradition Ja Nein

Fehlt dann nicht der Duft?

Ehrlich gesagt: ein bisschen schon. Den Geruch von frischem Nadelholz bekommt kein Holzbaum hin. Was hilft: etwas Räucherware oder eine Kerze mit Waldnote in der Nähe. Viele Kundinnen und Kunden nutzen dafür unser Summhäuschen als kleinen Adventsräuchermann, dann kommt der Duft eben aus einer anderen Ecke des Zimmers.

Baumkrone Summhäuschen als Adventsräuchermann mit Räucherkerze

Am Ende ist es eine Abwägung zwischen Ritual und Rechnung. Wer auf Duft und den jährlichen Ausflug zum Weihnachtsbaumverkauf nicht verzichten will, bleibt bei der Tanne, das ist völlig legitim. Wer dagegen auf Kosten, Aufwand und Wiederverwendbarkeit schaut, für den schneidet unser Weihnachtsbaum aus Holz in der Gesamtwertung besser ab, auch ganz ohne Baumkrone-Brille. Wie die Idee dazu entstanden ist, steht in Warum wir überhaupt einen Baum aus Holz bauen.


Dieser Beitrag gehört zu unserer Reihe rund um Weihnachtsdeko aus Holz. Baumkrone ist eine Holzmanufaktur aus Nieder-Olm in Rheinhessen.

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