Fast jeder Deko-Tipp zum Weihnachtsbaum dreht sich ums Aufhängen. Kugeln an Zweige, Sterne an Äste, Lichterketten ins Grün. Das liegt daran, dass eine Tanne nichts anderes zulässt.
Es gibt aber eine zweite Möglichkeit, und die kommt erst ins Spiel, wenn der Baum Flächen hat. Dazu unten mehr. Zuerst die Grundlagen, die für jeden Baum gelten.
Die Reihenfolge
Wer mit den Kugeln anfängt, ärgert sich später. Die bewährte Abfolge ist:
1. Lichterkette zuerst. So lässt sich das Kabel sauber verlegen und verstecken, bevor Schmuck im Weg ist. Am besten oben beginnen und sich kreisförmig nach unten arbeiten.
2. Dann die großen Kugeln, und zwar unten. Nach oben hin werden sie kleiner. Das wirkt ruhiger, weil ein Baum sich nach oben verjüngt und große Kugeln in der Spitze gedrungen aussehen.
3. Zum Schluss die Kleinteile. Anhänger, Ketten, alles, was Lücken füllt. Erst hier sieht man, wo noch etwas fehlt.
Ein Tipp, der Nerven spart: Teste die Lichterkette, bevor sie am Baum hängt. Eine defekte Kette findet man leichter auf dem Wohnzimmerboden als zwischen fertig aufgehängter Deko.
Wie viel Lichterkette?
Die gängige Faustregel für eine Tanne lautet 10 bis 15 Meter pro Meter Baumhöhe. Bei einem 1,80 Meter hohen Baum kommst du damit auf rund 18 bis 25 Meter. Dichte Bäume brauchen eher mehr, weil das Licht in die Zweige eindringen muss.
Bei einem offenen Baum aus Holz ist es umgekehrt. Dort verschwindet nichts im Grün, jede Lampe ist sichtbar. Entsprechend weniger reicht:
| Baumhöhe | Lichterkette |
|---|---|
| 135 cm | 2 bis 5 Meter |
| 175 cm | 5 bis 10 Meter |
| 215 cm | 10 bis 15 Meter |
Die Spanne hängt davon ab, wie dominant das Licht sein soll. Am unteren Ende zeichnet die Kette nur die Kontur nach und der Baum bleibt ruhig. Am oberen Ende wird das Licht selbst zum Hauptelement.
Im Vergleich zur Tanne ist das etwa ein Drittel. Wer von einem echten Baum umsteigt, braucht seine alte Kette also nicht komplett.
Ein Farbkonzept spart Entscheidungen
Wer alles nimmt, was da ist, bekommt einen bunten Baum. Das ist völlig in Ordnung, wenn es gewollt ist. Wer es ruhiger möchte, legt sich auf zwei Farben plus Metall fest und variiert nur die Größen.
Der praktische Nebeneffekt: Beim nächsten Nachkauf weißt du, was passt.
Stellen statt hängen
Jetzt zum Teil, den eine Tanne nicht kann.
Ein Weihnachtsbaum aus Holz von Baumkrone hat waagerechte Ablagen, die zwischen die Segmente gesteckt werden. Damit entsteht Stellfläche auf verschiedenen Höhen, und das ändert die Logik des Schmückens: Deko muss nicht mehr hängen können.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, öffnet aber eine ganze Kategorie von Dingen, die an einem normalen Baum keinen Platz haben.
Was mitgeliefert wird
| Größe | Ablagen | Halterungen | Stabilisierungsseil |
|---|---|---|---|
| 135 cm | 5 Stück: 2×10 cm, 2×20 cm, 1×30 cm | 8 | nein |
| 175 cm | 7 Stück: 3×10 cm, 2×20 cm, 1×30 cm, 1×40 cm | 15 | ja |
| 215 cm | 9 Stück: 4×10 cm, 2×20 cm, 2×30 cm, 1×40 cm | 20 | ja |
Die Ablagen sind 7 beziehungsweise 9 Zentimeter tief. Das ist die Zahl, die zählt, wenn du überlegst, ob eine bestimmte Figur daraufpasst.
Wie schwer darf es insgesamt sein?
Hier geht es nicht um die Tragkraft eines einzelnen Bretts. Die reicht für mehr, als man sinnvollerweise daraufstellt. Entscheidend ist die Summe.
Als Richtwert empfehlen wir, die gesamte Deko auf den Ablagen bei etwa einem Kilogramm zu belassen. Der Grund ist die Statik: Jedes Gramm auf den Ablagen sitzt vor dem Schwerpunkt und zieht den Baum nach vorne.
Für die Praxis heißt das: Die Ablagen sind für Leichtes gedacht. Holzfiguren, Zapfen, Karten, LED-Teelichter, ein paar Plätzchen. Eine schwere Keramikkrippe oder eine volle Etagere gehören nicht darauf, auch wenn das Brett sie halten würde.
Bei den Größen 175 und 215 Zentimeter liegt zusätzlich ein Stabilisierungsseil bei, das an der Rückseite angebracht wird und die Neigung abfängt. Prüf vor dem Schmücken, ob es sitzt und unter Spannung steht. Ein lose hängendes Seil hält nichts.
Zehn Dinge, die auf Ablagen funktionieren
Eine Krippe, über den Baum verteilt. Maria und Josef auf einer Ablage, die Hirten zwei Ebenen tiefer, der Stern oben. So wird aus einer Szene ein Weg. Leichte Figuren aus Holz eignen sich besser als schwere aus Keramik.
Kleine Fotorahmen mit Weihnachtsbildern aus früheren Jahren. Nach ein paar Saisons wird der Baum damit zur Chronik.
LED-Teelichter. Auf Holzablagen gehört kein offenes Feuer, aber batteriebetriebene Lichter sehen zwischen den Segmenten gut aus und leuchten von innen.
Zapfen, Moos, getrocknete Orangenscheiben. Naturmaterial, das an einer Tanne herunterfallen würde, liegt hier einfach. Und es wiegt fast nichts.
Ein kleiner Teller mit Plätzchen. Funktioniert auf der 30er oder 40er Ablage und ist bei Besuch ein Gesprächsanfang. Ein flacher Teller statt einer Schale, dann bleibt Gewicht für den Rest.
Kleine Vasen oder Reagenzgläser mit einzelnen Zweigen. Wer den Duft einer Tanne vermisst, stellt ein paar frische Nadelzweige hinein. Achte darauf, dass nichts überläuft, denn Wasser hinterlässt auf dem Holz Flecken.
Erinnerungsstücke. Ein selbstgebastelter Papierstern aus dem Kindergarten, das Mitbringsel aus einem Weihnachtsurlaub. Dinge, die zu wertvoll oder zu unförmig zum Aufhängen sind.
Weihnachtspost. Karten lassen sich anlehnen, statt sie an eine Schnur zu klammern.
Kleine Geschenke. Nicht nur darunter, sondern mittendrin.
Nichts. Ein paar Ablagen leer zu lassen wirkt oft besser als jede belegt. Und es hilft dem Gewichtsbudget.
Wenn die Ablagen nicht reichen
Es gibt Zusatzablagen zum Nachkaufen in verschiedenen Breiten. Sie werden genauso eingesteckt wie die mitgelieferten. Wer mehr aufhängen als abstellen will, findet Aufhänghilfen aus Holz. Was an den Halterungen hängt, zählt übrigens nicht ins Gewichtsbudget der Ablagen, weil es näher am Schwerpunkt sitzt.
Der Baum als Adventskalender
Vierundzwanzig kleine Beutel, verteilt über die Ablagen und Halterungen. Damit wird der Baum den ganzen Dezember genutzt und nicht erst ab Heiligabend.
Bei kleineren Kindern lohnt es sich, unten anzufangen und nach oben zu arbeiten. Dann kommen sie die ersten Tage selbst dran.
Wie viel ist zu viel?
An einer dichten Tanne kann man kaum übertreiben, das Grün schluckt vieles. Bei einer klaren Form ist es umgekehrt. Jedes Stück sitzt sichtbar, und ab einem gewissen Punkt kippt es von geschmückt zu unruhig.
Zwei Ansätze funktionieren: bei einer Farbfamilie bleiben und nur die Größen variieren. Oder bewusst jede zweite Ablage frei lassen. Wer es voll mag, macht es voll. Das ist Geschmackssache und keine Regel.
Wann steht der Baum üblicherweise?
Wer die Vorweihnachtszeit gleichmäßig verteilen will, stellt den Baum etwa vier Wochen vor Heiligabend auf, also zum ersten Advent. Das ist auch der Punkt, an dem in unserer Vorbereitungs-Checkliste der Endspurt beginnt.
Kostenlos zum Download
Die entspannte 100-Tage-Weihnachts-Checkliste
Aufstellen und Schmücken ist Phase 3 von vier. Was davor und danach ansteht, steht in der Checkliste. Zum Abhaken am Bildschirm oder zum Ausdrucken.
Pflege und Lagerung
Zwischendurch reicht Abstauben. Wenn doch einmal feucht gereinigt werden muss, dann höchstens nebelfeucht abwischen. Zu viel Wasser hinterlässt auf dem Holz Flecken, die bleiben.
Nach der Saison: Deko abnehmen und den Baum aus dem Ständer nehmen. Dann am besten am Stück flach hinter eine Tür oder einen Schrank stellen. Man kann den Baum auch komplett wieder in die einzelnen Segmente zurück bauen und flach stapeln. Ablagen, Halterungen und das Seil kommen am besten in eine eigene Kiste, sonst sucht man sie im nächsten November.
Welche Größe in dein Zimmer passt, klärt der Größen-Guide. Wie der Baum entsteht, zeigen wir im Werkstatt-Einblick.
Zum Baum: Produktseite mit Raumvorschau.
Dieser Beitrag gehört zu unserer Reihe rund um Weihnachtsdeko aus Holz. Baumkrone ist eine Holzmanufaktur aus Nieder-Olm in Rheinhessen.




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