Holzschneidebrett pflegen: So hält dein Brett ein Leben lang

Holzschneidebrett pflegen: So hält dein Brett ein Leben lang - Baumkrone

Ein hochwertiges Schneidebrett aus Stirnholz ist eine Investition, die sich lohnt. Es sieht gut aus, ist extrem widerstandsfähig und hält bei richtiger Pflege Jahrzehnte. Damit das auch so bleibt, braucht Holz ein bisschen Aufmerksamkeit. Was du beachten solltest und wie du dein Brett am besten pflegst, liest du hier.


Das Wichtigste vorab

Bevor es ans Eingemachte geht, drei Grundregeln, die du dir merken solltest:

  • Niemals in die Spülmaschine. Holz und Spülmaschinen vertragen sich nicht.
  • Keine heißen Töpfe direkt aufs Brett. Das schädigt das Holz unwiederbringlich.
  • Kein stehendes Wasser unter dem Brett. Einseitig nasses Holz verzieht sich beim Trocknen.

Reinigung und Trocknung: So machst du es richtig

Nach dem normalen Gebrauch reicht es, die Oberfläche mit einem feuchten Küchenschwamm abzuwischen und das Brett anschließend gut zu trocknen. Eichenbretter haben dabei einen natürlichen Vorteil: Die im Holz enthaltene Gerbsäure wirkt antibakteriell, was das Brett besonders hygienisch macht.

Nach dem Schneiden von Fleisch oder geruchsintensiven Lebensmitteln empfiehlt sich, das Brett mit etwas Spülmittel unter fließendem Wasser zu reinigen.

Zwei Punkte, die oft unterschätzt werden: Beim Waschen immer beide Seiten abwischen, sonst verzieht sich das Brett. Und beim Trocknen ein Stirnholzbrett immer auf der Längskante abstellen, nicht auf der  flachen Stirnseite. Stirnholz saugt Wasser sehr schnell auf, und wenn das Brett dann trocknet, entstehen leicht Risse. Am besten lagerst du es so, dass Luft rundherum zirkulieren kann. Am besten ist es, wenn dein Brett sowieso auf kleinen Füßen steht. Damit kommt Luft an alle Stellen.


Brett einölen: Schritt für Schritt

Mit der Zeit kann ein Holzbrett verblassen, rau werden und austrocknen. Das ist normal, aber du kannst ganz einfach etwas dagegen tun:

  1. Schleife die trockene Oberfläche zuerst mit Körnung 180, dann mit 240, jeweils in kreisenden Bewegungen.
  2. Befeuchte die Oberfläche danach leicht, lass das Brett trocknen und schleife es nochmals kurz nach.
  3. Wische den Schleifstaub mit einem leicht feuchten Lappen ab.
  4. Trage Holzöl (z.B. Leinöl) mit einem Baumwolltuch gleichmäßig auf und lass es ca. 30 Minuten einwirken.
  5. Wische das überschüssige Öl mit einem sauberen Tuch ab.
  6. Lass das Brett danach ca. 12 Stunden ruhen, bevor du es wieder benutzt.

Welches Öl ist das Richtige?

Es gibt etliche Öle, die du zur Pflege deines Schneidebretts verwenden kannst. Theoretisch eignet sich jedes Speiseöl, aber es gibt große Unterschiede:

Leinöl (empfohlen): Leinöl ist eines der wenigen Öle, die vollständig aushärten. Das versiegelt die Holzfasern dauerhaft und bietet den besten Schutz. Reines Leinöl braucht rund zwei Wochen zum Durchtrocknen. Pflegeöle auf Leinölfirnis-Basis trocknen schneller, meist innerhalb von 12 bis 24 Stunden. Wichtig: Das Öl muss lebensmittelecht sein.

Achtung: Mit Leinöl getränkte Lappen können sich selbst entzünden. Sicher entsorgen oder luftdicht aufbewahren. Besser: Ein Küchenpapier verwenden, das du danach einfach nass machst und in den Müll gibst.

Walnussöl, Mandelöl, Kokosöl: Dies sind gute Alternativen, die das Holz gut pflegen und angenehm duften. Sie härten jedoch nicht vollständig aus, daher musst du öfter nachölen.

Olivenöl: Funktioniert nur, wenn du das Brett täglich benutzt. Olivenöl härtet nicht aus, hinterlässt einen öligen Film und kann mit der Zeit ranzig werden - und dann auch unangenehm riechen.

Raps- und Sonnenblumenöl: Ähnlich wie Olivenöl. Nur geeignet, wenn das Brett regelmäßig im Einsatz ist und du keine Mühe mit häufigem Nachölen hast.

Unsere Empfehlung: Greif zu einem Pflegeöl auf Leinöl-Basis. Es dringt tief ins Holz ein und schützt es nachhaltig.


Wie oft einölen?

Bei täglichem Gebrauch reicht es, das Brett etwa alle zwei Monate einzuölen. Spätestens dann, wenn die Oberfläche spröde, stumpf oder ausgetrocknet wirkt, ist es Zeit.


Wann muss ein Holzbrett ausgetauscht werden?

Bei guter Pflege: nie. Wenn nach vielen Jahren tiefe Rillen oder Kerben entstanden sind, kannst du das Brett einfach abschleifen und neu einölen. Ein hochwertiges Holzschneidebrett hält bei richtiger Pflege mehrere Jahrzehnte.

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